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Radtour 2017 Altmühltal

Die Altmühl: Wasserstraße, Naturlehrpfad, Erdgeschichtsbuch

Bericht über die Radtour von Fit & Play vom 09. Bis 11. Juli 2017

Die Altmühl gibt sich als stiller Fluss. Langsam, fast träge, gleitet sie durch eine  liebliche Landschaft, den fränkischen Jura. Felsformationen an den Rändern stammen aus Urzeiten, sie erzählen Geschichten aus der Überlieferung, aber sie zeugen auch von der Erdgeschichte. Bei Solnhofen, wo die berühmten Platten gebrochen werden, fand man - ähnlich wie hier bei Holzmaden – im Gestein Fossilien.  Dort und auch bei Eichstätt und Langenaltheim fand man im den Archaeopteryx (übersetzt etwa Ur-Gefiederter = Vogel) und auch Saurierreste wie den Ceratosaurus, den „Horn“-Saurier, den alle aus dem Jurassic-Parc-Film kennen.

Die Altmühl nutzt auf ihrem Wege streckenweise Täler, die ihr vor Jahrmillionen die Donau bereitet hat. Erkennbar wird dies bei Dollnstein, wo sich nach dem Süden hin das Riedener Tal und das Wellheimer Trockental erstrecken. Als die Donau noch nicht den heute so malerischen Durchbruch bei Kelheim geschafft hatte nahm sie diesen Weg, der auch die „Urdonau“ genannt wird.

Schon Karl der Große stellte im Jahre 793 Überlegungen an, die Altmühl für eine Wasserstraßenverbindung zum Main hin zu nutzen. Beim Treuchtlinger Vorort Graben sind bauliche Reste der Fossa Carolina (Karlsgraben) zu besichtigen. König Ludwig I von Bayern ließ dann einen Kanal bauen, den „Ludwig-Donau-Main-Kanal“, der, 1846 eröffnet, Kelheim mit Bamberg verband. Schleusen, Brücken, Treidelpfade und Anlegestellen sind heute noch gegenwärtig, allerdings reichte dies nur für Schiffe mit geringer Größe und Tonnage.  Eindrucksvoll wirkt die heutige Größe des 1992 eröffneten „Main-Donau-Kanals“ als Wasserweg mit europäischer Bedeutung. Wenn man die gewaltigen, fast 200 m langen Kähne - quasi mitten durch verträumte Wiesen - gleiten sieht hält man den Atem an. Der Bau war eine gewaltige Herausforderung an die Natur. Ich selbst finde, dass per Saldo der Natur nur wenig geschadet wurde. Die Speicherseen wie der Altmühlsee und der Brombachsee, die zur Wasserversorgung des Kanals und der Schleusensysteme angelegt wurden, dienen nicht nur der Naherholung der Menschen und dem Tourismus, sondern auch der Tier- und Pflanzenwelt.

In dieses Naturdorado führte unsere diesjährige Fahrradtour.

Wir, 6 Drahtesel-Touristen, fuhren zunächst mit PKWs nach Treuchtlingen, von wo aus die Fahrt startete. Die erste Etappe führte uns über Pappenheim (jeder kennt es aus Schillers „Wallenstein“) nach Solnhofen. Etwa 2 Kilometer danach passiert man den Ort Eßlingen (mit typischen Legschieferdächern); das ist aber auch alles, was es dazu zu sagen gibt. Bei Dollnstein fuhren kurz wir in das erwähnte Tal der Urdonau. Danach aber weiter in die barocke Bischofs-und Universitätsstadt  Eichstätt mit bemerkenswerten Kirchen und Profanbauten. Dort übernachteten wir auch, im „Braugasthof Trompete“.  Abends regnete es dann gediegen. Den anderen Tag radelten wir vorbei an zahlreichen Burgen und Schloßbauten, die uns von den Höhen her grüßten nach Kipfenberg, Kinding,  Beilngries und Dietfurt. Jeder Ort für sich ein kleines Juwel. Hinter Beilngries nimmt die Donau den Schiffsverkehr des großen Kanals auf.

In dem kleinen Ort Untereggersberg schafften wir es gerade noch vor dem großen Regen, unser Quartier für die Nacht zu beziehen. Im „Gasthof zur Alten Schmiede“. Nach dem Guss trieb es mich ins Wasser, dort in der Altmühl zu schwimmen. Das Nass ist naturtrüb, aber trotzdem sauber.  Der Gasthof war recht einfach aber ordentlich und nett. Die Tagesstrecke lag bei 72 km.

Am dritten Tag fuhren wir dann das relativ noch kurze Stück, vorbei an Riedenburg, nach Kelheim. An dem Weg dorthin kommt man am „Schulerloch“ vorbei (der Name stammt von den Freimaurern, die in der Höhle eine Schule für Druiden vermuteten), eine imposante Tropfsteinhöhle, die in prähistorischer Zeit von Vorgängern des homo sapiens genutzt wurde. Ich kannte diese Höhle noch aus meiner Kindheit.

In Kelheim fuhren wir schnurstracks zur Anlegestelle der Donauschifffahrt, wollten wir doch unbedingt die Fahrt durch den Durchbruch nach Kloster Weltenburg wahrnehmen. Das klappte auch bei strahlendem Wetter. Von hoch oben grüßte die Befreiungshalle, die zum Gedenken an die Befreiung von der Napoleonischen Zwangsherrschaft errichtet wurde.  Die Felsformationen des Durchbruches, die Majestät der dahin strömenden Donau, der Blick über die Höhen prägen sich bleibend ein. Leider fing es gerade bei der Einfahrt in den eigentlichen Durchbruch wieder zu regnen an, so dass man ins Unterdeck getrieben wurde. Der Schauer dauerte aber nur kurz. Das Kloster Weltenburg erreichten wir wieder bei Sonne, so dass wir die Einkehr bei Bayerischen Spezialitäten genießen konnten.

Schließlich nahmen wir die letzte Etappe. Wir radelten durch einen weiteren Regenschauer nach Abensberg, von wo aus uns die Bahn über Ingolstadt zurück nach Treuchtlingen zu unseren Autos brachte.

Diese schöneTour insgesamt lässt sich gut durchradeln. Die Steigungen zwischendurch halten sich in Grenzen, die Radwege sind gut beschildert. Kein Wunder, es ist ein Klassiker unter den Radwegen. Dank an Bruno, der das ganze wieder einmal ganz prima vorbereitet hat.

U. Preisler

 

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