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Der Rofan und der Achensee

 

Bergtour der Sportgruppe Fit  Play ins Rofangebirge   5. bis 7. Juli 2016

 

Üblicherweise gehen wir Mitte/Ende August zur Hochgebirgswanderung. In diesem Jahr wollten wir es einmal Anfang Juli zur Zeit der Alpenrosenblüte unternehmen, den „Almenrausch“ zu genießen. Deshalb setzten wir den 5. Juli an. Leider hatten da viele unserer Stamm-Bergsteiger keine Zeit - und die Alpenrosen auch nicht; die hatten sich wegen der schwankenden Witterung beleidigt in ihre Büsche verkrochen. Erst in der Wärme der Sonne am zweiten und dritten Tag strahlten uns ihre Sterne.

 

So machten wir uns stark geschwächt nach der Zahl, aber gestärkt vom Trotz auf den Weg ins Rofangebirge. Bei uns ist dieses Kleinod weniger bekannt. Es ist ein östlicher Ableger  des Karwendel. Um die Rofanspitze 2.259 m herum gruppieren sich Berge wie Spieljoch, Rosskopf, Hochiss , Sagzahn – alle so um die knapp 2.300 m hoch, eingebettet in Almwiesen und Latschenhänge, aus denen dann die steilen Felsmassive der genannten Gipfel herausstechen. Hindurch führen idyllische Wanderwege, die gelegentlich im Fels ausgesetzt sind aber überall gut versichert wurden. Natürlich muss man schwindelfrei und trittsicher sein. Das ist das Gesetz des Hochgebirges.

 

Es gibt in diesem Gebiet fünf gut gesicherte Klettersteige, die bis zur höchsten Schwierigkeitsstufe D reichen und auch Übungsfelsen für alpine Kletterer. Von den Höhen bietet sich eine überwältigende Rundsicht über  Karwendel  und Zillertal bis zu den Salzburgern hin und darüber hinaus auf schnee-leuchtende Grate und Gipfel am Horizont. 

 

Wir fuhren Sonntag früh nach Maurach am beschaulichen Achensee. Von dort trug uns eine Seilbahn hoch zur Erfurter Hütte 1.831 hm. Dort stiegen wir auf bis unter halb der Rofanspitze, dann weiter am Sagzahn vorbei über einen schlecht markierten Graspfad zur Schermsteigalpe; von dort zur Sonnwendbichelalm und hinab zum Tagesziel Bayreuther Hütte 1.576 hm. Wir querten dabei einige  mit lichtem Hochwald bestanden Steilhänge von atemberaubender Tiefe. Wir brauchten mit Pausen etwa 5 ½ Stunden, wir hatten ja auch genug Zeit. Am  Himmel wanderten einige Wolken mit uns, das tat aber der reichhaltigen Sicht keinen Abbruch.

 

Auf der gemütlichen Bayreuther übernachteten wir .

 

Am zweiten Tag gingen wir den Weg zurück wieder zur Erfurter Hütte, allerdings über die Zireiner Alm und dem Marchgatterl hinauf zum Schafsteigsattel 2.174 hm. Kurz vor diesem Ziel versperrte eine firnige Schneewächte den Weg. Dir Umgehung über einen steilen Grashang war wegen der Taufeuchtigkeit nicht einfach. Oben am Sattel blickten wir wieder auf die Rofanspitze unmittelbar vor uns. Eigentlich ein riesiger Grasbuckel, den ganz oben ein kleiner, felsiger Hahnenkamm krönt. Diesen Gipfel, der auch Ziel vieler Familien ist, konnten wir nicht auslassen. Der weitere Weg hinunter zur Erfurter Hütte war dann leicht. Hier übernachteten wir dann auch. Das Haus ist gegenüber der Bayreuther wesentlich geräumiger und auch moderner ausgestattet.

 

Vor der Hütte erhebt sich ein riesiger Zuckerhut, der Gschöllkopf 2.030 m. Von dort bis zur Erfurter , also 200 m tiefer ist ein Seil gespannt an das 4 Personen in einem Gestell bäuchlings, aber freihängend, gelegt werden. Dann zieht man die Gruppe rückwärts hinauf und lässt sie dann vorwärts zu Tal sausen, so etwa wie diese Seilbahnen  auf Kinderspielplätzen. Ein mit viel Gejuchze  begleitetes Vergnügen, das sich dort Russen und auch Engländer leisteten.

 

Am dritten Tag wagten wir uns an einen Klettersteig, den an der Haidachstellwand. Schwierigkeits-grad B und C. Gottseidank hatten wir Klettergurt und Helm im Gepäck. Nach sorgsamer Einweisung ging es los, knapp 200 Höhenmeter hinauf. Stellenweise über wirklich senkrecht abstürzende Wände. Es galt, die Karabiner der Gurtes sorgfältig ein zu haken, die richtige Tritt- und Grifffolge vorab zu planen und sich mit Kraft hoch zu stemmen. Wild war auch die Seilbrücke: Über dem Abgrund zwei straff gespannte Seile, eines für die Füße, die sicher und ohne Knicken und Abrutschen geführt werden mussten und dann ein  Seil weiter oben auf Brusthöhe, das als Führung für die Karabinerhaken und auch als Handgriff dient. Eine echte Herausforderung, die man aber so gar nicht wahr nimmt, weil man sich ganz auf das konzentrieren muss, was man gerade macht. Oben angelangt fühlten wir uns wie im Rausch. Herrlich Sonne, kühl fächelnder Wind, die ganze Schönheit der Berge, nicht nur um einen herum, sondern vor allem im Herzen. Es sind Augenblicke, die allein dem Schönen gewidmet sind und alles andere gelöscht erscheint.

 

Zurückgekehrt auf die Erfurter tranken wir noch etwas zur Stärkung, um dann über die Dalfazer Alm nach einer Jause im weiten Bogen zum Parkplatz in Maurach zurück zu wandern – stets den schimmernden Achensee im Blick und die Sonne über uns.

 

Diese Tour werden wir in ganz besonders lebendiger Erinnerung behalten. Wie heißt es doch „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können“ (nicht von  mir, von Jean Paul).

 

 

 

Ulrich Preisler

 

Bergwanderung 2016 Rofan

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Bergwanderung 2016 Rofan

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Bergwanderung 2016 Rofan 

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Bergwanderung 2016 Rofan   

    Bergwanderung 2016 Rofan

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Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

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Bergwanderung 2016 Rofan

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Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

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   Bergwanderung 2016 Rofan

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      Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

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Bergwanderung 2016 Rofan

Bergwanderung 2016 Rofan

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