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Fit & Play Jahresausflug nach Speyer am 9. Oktober 2016

Denkt man an Speyer so fällt einem zuerst der Dom ein, und dann ........

Fit & Play Jahresausflug nach Speyer am 9. Oktober 2016

Besuch bei König Yukno’m Took‘ K’awiil von Calakmul

Denkt man an Speyer so fällt einem zuerst der Dom ein, und dann, dass dieser die Grablege zahlreicher deutscher KaiseSpeyerr und Könige und deren Frauen ist bzw. war. Speyer, am „ruhig fließenden“ Rhein gelegen trägt auch den Mythos der Nibelungen, so etwa wie Xanthen und Worms; natürlich mutmaßt  man - auch dort - deren legendären Schatz, das Rheingold, irgendwo versenkt.

Die Römer errichteten im Speyrergau 10 v.Chr. ein Feldlager, Anfang einer dichten Besiedlung, und späterer Pfalz.  Konrad II aus dem Kaisergeschlecht der Salier legte a.D.1020 den Grundstein zum Dom, der damals die mächtigste romanische Kirche nördlich der Alpen war. Der Bau in seiner schlichten Majestät beeindruckt noch heute, wie auch die schmucklosen Steinsarkophage  in der erstaunlich geräumigen Krypta, eigentlich einer Unterkirche. Die erhabene Schlichtheit verdanken wir aber dem auch in Esslingen sehr berüchtigten General  Melac, dessen Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1589 die Pfalz und auch diesen Dom massakrierte und ausplünderte.

Mit Esslingen verbindet Speyer auch die Geschichte der Reichstädte. Speyer erhielt von Kaiser Heinrich V im Jahre 1193 den „großen Freiheitsbrief“, in dem erstmals „normalen“ Bürgern persönliche Freiheiten garantiert wurden. Damals geradezu revolutionär.

 

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Als wir am 9. Oktober dorthin fuhren hatten wir aber nicht nur diesen Aspekt deutscher Geschichte im Sinn. Kurz zuvor war dort im Historischen Museum der Pfalz die Mayaausstellung eröffnet worden, eine Sammlung der heutigen Erkenntnisse über dieses Kulturvolk in Mittelamerika.

Die Besichtigung  der von den Mayas  hinterlassenen Zeugnisse wurde uns recht lebendig von Wibke nahe gebracht, die uns mit viel Detailwissen und noch mehr Charme die nötigen Geschichten dazu erzählte. (Sie stammt nicht von den Mayas ab, sondern von unserem Sportgruppenleiter Bernhard, als dessen Tochter).

In der Ausstellung sind die neuesten Funde aus Calakmul und Usul in der Nähe der mexikanischen  Metropole Teotican zu bewundern. Diese Fundorte waren Jahrhunderte lang in dichtem Dschungel verborgen; die raubgierigen Spanier aber wie auch die Ureinwohner fanden die Wege dorthin nicht. Solche Fundorte können teilweise per Luftbild geortet werden, aber sie am Boden aufzusuchen ist schier unmöglich.

 

SpeyerWir staunten über Stelen, u.a. die des Königs Yukno’m Took‘ K’awiil gestiftet von der Familie Chatahn Winik aus Usul im Jahr 731 n. Chr. An ein Wunder grenzt es, dass die Schriftzeichen-Bilder der Mayas entziffert und gedeutet  werden konnten. Leider sind viele der steinernen Zeugen gerade durch die spanischen Eroberer brutal vernichtet worden. Eine bedeutende Rolle spielte bei der Erforschung der beiden Mayastädte und der Entschlüsselung der Schrift der deutsche Alt-Amerikanologe Prof. Nikolai Grube von der Uni Bonn, der auch die Ausstellung in Speyer wesentlich gestaltete.

Eindrucksvoll die Skulptur des „Jaguarmannes“, eines Jägers, der in der geduckten, lauernden Haltung einer Wildkatze zum Sprung anzusetzen scheint. Oder die Bekleidung und die Masken der Edlen dieses geheimnisvollen Volkes, geschmückt mit schmerzhaften Ohrpflöcken, schweren Pektoral (Brustbdeckung) und Szepter. Nicht zu vergessen hochinteressante Exponate wie Vasen, Werkzeuge und Schmuckgegenstände.

Seltsamerweise verschwand dieses Volk in seiner Geschichte immer wieder einmal aus den von ihm erbauten Städten und verteilte sich im Dschungel oder – wer weiß wo und vor allem warum? Und das nicht nur damals, als die  pseudochristlichen spanischen Eroberer das Land heimsuchten.

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Hier ist für Forscher noch viel zu erkunden. (Wozu fliegen wir zum Mars, wenn wir doch nicht einmal die Erde richtig kennen?).

 

 

SpeyerDieser Ausflug war durchweg spannend. Auch die Heimfahrt, insoweit als ein Regionalzug, den wir eingeplant hatten, einfach gestrichen war. Das Wetter war auch OK; es regnete nur einmal kräftig, als wir gerade von Wibke (nicht dem Sturm, sondern eine Art Sonnenschein) durch die Ausstellung geführt wurden. Nochmals Danke.

Ulrich Preisler

 

 

 

 

 

 

 

 

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