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Durch die Lechtaler Alpen

3-Tage-Bergwanderung der Fit & Play vom 20. Bis 22. August 2017

Durch die Lechtaler Alpen

3-Tage-Bergwanderung der Fit & Play vom 20. Bis 22. August 2017 

Was treibt Leute an, einen 9 – 10 Kilo schweren Rucksack zu asten und insgesamt 2.500 Höhenmeter in drei Tagen rauf und runter zu steigen? -  Ein Bezwinger zahlreicher 7 – 8-Tausender, antwortete einmal auf eine derartige Frage, etwa mit folgenden Worten: „Wenn man bei einem Anstieg einen Grat erreicht, oder aus einer Lichtung tritt oder gar einen Gipfel erklommen hat und es breitet sich vor dir unter einem weiten strahlenden Himmel voller Wolkenschiffen und einer gleißenden Sonne  eine Welt von blauen Bergen, grünen Tälern plätschernden Bächen und ruhender Seen aus, dann denkst du nicht an die Mühen, die dich dieser Anblick gekostet hat, du denkst nicht an Streitigkeiten und Lasten des Alltags, der Politik oder der Wirtschaft, du denkst einfach nur ‚Wie wunderbar, wie grenzenlos schön …‘; vielleicht denkst du nicht einmal das, du bist dort in diesem Augenblick einfach zuhause.

Ergänzen möchte ich, dass dies im Verein mit Kameraden, die ebenso empfinden, noch einmal so schön ist. Du kommst nachhause,wie  gedopt mit Adrenalin und Endorphinen, Ozontherapie und Anti-Aging, mit Retikulozyten und all dem Zeug  - alles kostenlos und garantiert frei von jeglicher Chemie. Und der Muskelkater ist auch noch gesund.

 

Am Sonntag, 20. August um 6:00 h fuhren wir – an der Zahl sechs - in 3 ½ Stunden nach Kaisers (auch: Kaysers) über Reutte und Steeg ins Lechtal. Der Parkplatz liegt auf 1438 m. Der Aufstieg zur Stuttgarter Hütte auf 2.310 m führte durch das Almajurtal über die Bodenalm 1554 m, die Erlachalm und das Erljoch auf 2.480 m. Dank des meist bewölkten, aber trockenen Wetters verlief dieser Weg hauptsächlich über trockene Almenwege und nur gegen das Ende zu durch Fels. Wir erreichten das Ziel, die Stuttgarter Hütte 2310 m, gegen 16:30 h; die reine Gehzeit  natürlich kürzer, da wir nicht nur auf der Bodenalm eine Mittagsrast hielten, sondern auch auf regelmäßige Trinkpausen achten.

Die Hütte erwies sich als voll belegt. Gottseidank hatten wir Betten reservieren lassen, die in 4-Bett-Zimmern untergebracht sind. Auch konnte man dort warm duschen:  1,5 Minuten für je 1,-- Euro. Die Hütten bieten heute deutlich mehr Komfort als früher.

 

Den nächsten Tag starteten wir gleich nach dem Frühstück um 8:00 Uhr. Die Nacht war frostig gewesen. Die Nässe auf den Tischen der Terrasse war zu Eis gefroren. Der Weg, der ‚Robert-Bosch-Weg‘, war trotzdem griffig und führte nun über Geröllfelder  hinüber zu Felswänden, entlang derer der Aufstieg recht steil wurde. Streckenweise halfen Seilversicherungen, mancher Steig klemmte eng an der aufragenden Wand. Da war man recht froh, schließlich den Grat unterhalb des Vallugagipfels 2.808 m geschafft zu haben. Den eigentlichen Gipfel erreichte man dann über einen langen Steg, der über eine Schlucht gelegt ist. (Ankunft 10:30 h).

Von der anderen Seite kommen Spaziergänger per Seilbahn auf den Gipfel, auf dem eine Plattform errichtet wurde, von der aus man einen überwältigenden Rundumblick genießen kann. Im Norden die Allgäuer: Hochvogel, Hohes Licht, Biberkopf, Widderstein, Ifen. Im Osten ganz hinten die Zugspitze und ganz nah der Stanskogel, ein wenig vom Parseier. Im Süden der Ort Arlberg, der Hohe Riffler, die Verwallgruppe mit Maderer und Patteriol, Ötztaler,die Wildspitzel. Und im Westen: Zimba, Schesaplana, Drusenfluh, die Schweizer Berge. Die meisten dieser Gipfel haben wir schon erwandert. Hochragende, schroffe Felsen, leuchtende Schnee- und Gletscherfelder, dunkelgrüne Wälder, die in der Ferne verblauen. Der helle Himmel, dessen tiefere Wolken in den Tälern wie Seen hängen. Und sooo  Vieles mehr. Da singt und lacht das Herz…… Man lese nochmals die Eingangszeilen oben.

Der Weg zur Leutkircher Hütte 2261 m  – wir gingen den oberen „schwarzen“ Steig - führte noch ein paar Mal auf und ab über Wiesen und Gestein begleitet von den Pfiffen zahlreicher Murmeltiere. Nach 7 ½ Stunden langten wir dort endlich und glücklich an. Nette Wirtsleute. Die Dusche blieb aber leider kalt; so eine saukalte Erfrischung kann aber nicht schaden. Auch diese Hütte war proppenvoll.

 

Am dritten Tag morgens wieder Abmarsch um 8:00 Uhr. Vor dem Gesamtabstieg wollen wir noch den Stanskogel ersteigen. Der Weg entlang des Massives führt auf und ab; die in die Geröllfelder  tief eingeschnittenen Wasserläufe kann man immer nur an einem Punkt im oberen Lauf übersteigen. Über einen Wiesenhang gelangt man bis zum westlichen Grat des Stanskogel. Dort legen wir die Rucksäcke ab und gehen den Grat entlang. Sowohl links wie auch rechts schaut man in die Tiefe. Dann noch eine kleine steile Felspassage und man erreicht den Vorgipfel. Der eigentliche Gipfel mit dem Kreuz scheint etwas niedriger zu sein und ist dann sehr leicht zu erreichen. Dort empfängt uns ein grauer Nebel, der dann aber der Sonne weicht. – Herrlich! Unten das Stanzer Tal. Man sieht dia Schlucht der Rosanna einmünden. Überragt vom Verwallgebirge und dem Hohen Riffler, an dem ich dereinst gestolpert bin (es war kein Salto, wie die Kameraden erzählen, eher ein Purzelbaum). Kurz vor uns trug sich eine Familie, Vater Mutter, Tochter 10, Sohn 8, Sohn 7 mit recht sehr stolz ins Gipfelbuch ein.

Dann der Abstieg. In der Kaiserjochhütte 2310 m kehren wir noch einmal ein. Wirtin und Tochter bezaubern nicht nur die Alm sondern die ganze Landschaft drum rum. Da scheinz die Sonne zweimal. Von dort geht es nun recht steil ins Tal hinunter. Zunächst noch durch Grasland, dann aber durch Geröll und Buschwerk.  Von der  Felswand rechts oben hatte es vor etwa drei Jahren einen riesigen Block weggerissen, dessen Trümmer noch unten verstreut zu bestaunen sind. Der Steig der dort hindurchführte musste in sicherem Gebiet  neu angelegt  werden. Den Erbauern, die da Holzbalken mit langen Metallstangen in den Boden dübelten und so Treppen und Leitern formten gilt hoher Respekt.

Schließlich fanden wir ins Almajurtal. Bei der Käserei Kaiseralm 1700 m dort genossen wir noch eine kurze Jause. Von dort führte ein Forstweg in 50 Minuten zu unseren Parkplätzen 1438 m. Ankunft 17:00 h.

Glücklich heimgekehrt (siehe Textanfang) freuen wir uns schon heute auf unsere nächste Tour.

U.Preisler

 

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Das war's. Guat war's.Sauguat sogar!

 

 

 

 

 

 

 



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