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3-Tage-Bergwanderung der Fit & Play vom 20. Bis 22. August 2017

 Hochgebirgswanderung der Fit & Play 19./23. August 2018

 

Eigentlich wollten wir nur zur Hochjoch Hospiz im Ötztal und von dort aus auf die Bella Vista/Schöne Aussicht und zur Vernagthütte in Tagestouren und dann wieder heim. Dann kam uns  die Idee mit der Wildspitze, deren markanter Gipfel  verführerisch und erhaben  nördlich lockt. Es kitzelte den Ehrgeiz und die Neugier und schließlich geriet das zum eigentlichen Ziel: Wir wollten genau dorthin! Klar, das Ding ist steil, man gelangt über Gletschereis dorthin; man braucht also Puste und Ausrüstung. Klettergurt, Steigeisen, Pickel und Helm und eine gute Portion Traute.


Walter meinte, wir brauchen einen Bergführer. Den bestellten wir uns kurzerhand rechtzeitig schon im Mai. Wir sagten, wir seien sechs an der Zahl und altersbedingt langsamer als die Jungspunde. ‚Null problemo‘ meinte der Kilian, auch als Sechser-Seilschaft – es sei denn, der Sommer würde sehr heiß; weil da das Eis  anschmilzt und tückischer wird.


Anfang August  war klar: der Berg war glatt, wir mussten auf zwei Seilschaften zu je 3 Steiger plus je einen Führer wechseln.


Soweit o.k. Wir stiegen munter drauflos. Zunächst von Vent aus auf die Hochjochhospiz (2.442). Tolles Wetter, wilde Landschaft. Ehemaliges Gletschergebiet: ausgeschliffene Felsen, ausgesprengter Schotter, zerschnitten von zahlreichen reißenden Bächen, die das Gletscherwasser nach unten schleudern, tief eingeschnitten tobt die rauschende Ötz zu Tal. Die Hochjoch wurde 1895 auf einem Platz gebaut, der 40 Jahre zuvor noch von Gletschereis tief bedeckt war. Heute sind die Gletscher weit entfernt und werden immer kleiner.


Anderntags stiegen wir mit unserem schweren Gepäck (Pickel, Kletterausrüstung, Steigeisen! Getränke, Proviant) zur Vernagthütte (2.756) und von dort zur Breslauer (2.844). Wenn man stetig geht ist das gut zu machen, aber es braucht seine Zeit.  Hoch über uns die Wildspitze mit ihren 3.770 Höhenmetern. Beeindruckend spitz aufragend, an der Flanke zieht sich das weite Gletscherfeld steil nach oben. Gegen Abend regnete es etwas


In der Hütte trafen wir Hugo, unseren Bergführer. Der war echt nett; er sprach mit uns deutsch – das Ötztalerische klingt rau wie das Brausen der Ötz und ist für Nichtötzis völlig unverstehbar. Er erklärte uns, dass der Gletscher Steigungen von 30°, teilweise 45° hätte, dass zur Zeit die Schmelze das Eis tückisch macht und dass Leute, die keine Vorerfahrungen mit Steigeisen haben besser nicht mitgehen sollten (wegen der Steilheit ist ein vorsichtiges „Einüben“ nicht drin). Man bedenke, dass man ja auch wieder runtergehen muss. Das Zeitfenster ist verengt, weil nachmittags, so ab 15 – 16 Uhr, Gewitter drohen. Etwa 4 Stunden hinauf, gut 3 Stunden runter, normalerweise.


Mein Mut sank beträchtlich. Meine Kraft hätte sicherlich gereicht. Aber die Zeit? Und dann das Risiko, nicht nur für mich, sondern vor allem auch die ganze Seilschaft (wenn man purzelt, dann ja nicht allein …).  So sagte ich denn, ich würde darauf verzichten und stattdessen auf das „nur“ 3.023 m hohe Wilde Mannle steigen.


Und so kam es dann: 2 von uns, die das Steigen im Eis kannten, gingen auf die Wildspitze und der Rest, 4 Mann, kletterten aufs Wilde Mannle. Der Aufstieg dorthin hatte durchaus auch Ansprüche an Kraft und Schwindelfreiheit, und wir gingen den Weg mit vollem Genuss, nicht ohne immer wieder hinüber auf das Gletscherfeld gegenüber zu spicken, wo stellvertretend Walter und Manfred sich zur Wildspitze hindurch kämpften. Überwältigend das Gipfelpanorama Weißkogel, Finail Spitze, Similaun, Dam- und Schalfkogel. Alle über 3.000 hoch herrschend über Ferner, die leider aber nicht so leuchten wie gewohnt, wegen der Staubschicht, die sich über sie in der Hitze lagerte.


Die beiden anderen, Walter und Manfred, stiegen durchs Gletscherfeld, fassten Tritt in des Wortes wahrer Bedeutung, lernten ein Menge vom Hugo, und erreichten den Gipfel der Wildspitze, ausgepumpt, aber glücklich.


Als wir uns dann mit den Beiden auf der Breslauer alle wieder trafen gab es viel zu erzählen, soviel, dass ich den Eindruck habe, ich selbst wäre auch mit auf die Wildspitze gegangen.


Am anderen Tag stiegen wir ab und fuhren wieder heim. Noch jetzt denke ich, dass dieser Verzicht, für den ich mich entschieden hatte, fast so ein Gewinn war, wie wenn ich doch aufs Eis gegangen wäre.


Inzwischen freuen wir uns schon auf das nächste Jahr, wenn uns „der Berg wieder rufen“ wird.


Ully Preiser

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

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Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

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Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

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Berg Wildspitze 2018

 

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Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

Berg Wildspitze 2018

 

 

 

 




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