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Schmuck und Korallen

Jahresausflug Fit & Play am 22. September 2019 nach Pforzheim

Schmuck und Korallen

Bericht über den Jahresausflug von Fit & Play nach Pforzheim am 22. September 2019

 

Wir waren ja schon zwei Jahre zuvor nach Pforzheim gefahren, zum Gasometer mit dem Asisi-Panorama Rom 312. Inzwischen wird dort das „Great Barrier Reef“ dargeboten. Da waren wir doch sehr neugierig, wie diese Traumwelt dort rüberkommen würde.

 

Inzwischen sind wir eifrig Bahnfahrer geworden. Via Baden-Württemberg-Ticket ist das eine kostengünstige Angelegenheit, zumal man ja den ÖPNV vor Orte über den VVS im Preis enthalten hat. Und umweltfreundlich ist es noch dazu. Die Bahn wird ja viel gescholten und wir haben auch schon mal Probleme meistern müssen, aber per Saldo haben wir damit gute Erfahrungen.

 

Zunächst nahmen wir uns das gerühmte Schmuckmuseum der „Schmuckstadt Pforzheim“ vor, das wir vom Bahnhof zu Fuß erreichten. Die Führung zu den Pretiosen leitete eine echte Dame, der man die Liebe zum dezenten Schmuck gleich ansah. Schmuck ist der Begleiter des Menschen seit Urzeiten. In animistischer Vorstellung schützen edle Metalle und Mineralien den Menschen vor Unheil, vor Krankheiten und schirmen Feinde ab. Schmuck verleiht Kraft und zeigt Würde bis hin zum blendendem Macht- und Balzgehabe von Potentaten; sie schmücken ihre Frauen oder Geliebten, um sich selbst Glanz zu verleihen. Aber Frauen suchen diesen Glanz auch für sich selbst.

Beeindruckend, wie das Material von Künstlern verarbeitet wird, die diese Anliegen in Gebilde der Schönheit verwandeln. Teilweise mit ganz schlichten, eleganten Formen und Farben, aber dann auch mit geradezu überirdischer Feinheit und Komplexität. Spinnwebfeine Silber- oder Goldfäden, die ineinander verwoben sind, Kaskaden von Edelsteinsplittern, die da funkeln und leuchten. Und dies bei Gegenständen, die vor fünftausend Jahren geformt wurden und mit Techniken unserer Zeit nicht übertroffen werden.

Die Sammlung ist sehenswert, vor allem wegen der Spannweite des Themas, wo sich „Stille Ein-falt“ mit übermütiger Protzerei in künstlerischer Schönheit treffen.

 

Nach diesen Eindrücken fuhren bzw. wanderten wir zum Gasometer.

In der Cafeteria dort konnten wir uns gut verköstigen. Wir hatten bis zum Beginn der Führung noch gut Zeit. So setzten wir uns den kleinen Kinosaal, in dem ein Endlosfilm übe die Arbeit des Ydegar Asisi im Allgemeinen mit seinen inzwischen schon zahlreichen Riesen-Panoramen und speziell über das Riff gezeigt wurde. Schon dies war beeindrucken. Die Führung dann lohnte sich durchaus. Ursprünglich wollten wir darauf verzichten, weil wir doch schon bei „Rom 312“ zumindest alles über das Schicksal der Stadt Pforzheim und die Technik des Gasometers erfahren hatten. Das unterblieb diesmal doch weitgehend.

Dafür erfuhren wir eine ganze Menge über die Entstehung des Riffs, also der Koralle (die der Baumeister der des größten von Lebewesen gebauten Bauwerkes der Erde ist). Und über die durch den Klimawandel zu befürchtenden Verfall. Die Erwärmung des Wassers droht das Gleichgewicht der tierischen Symbiose im System des Riffs kippen, sozusagen in eine Vergiftung. Die leuchtende Schönheit verfällt dann in ein stumpfes Grau.

Das durften wir dann erleben, als wir schließlich in den Innenraum des Kessels gelassen wurden. Wie schon bei Rom 312 verschlug es einem den Atem im Anblick dieser Unterwasserwelt und dem Gigantismus des Anblickes. Die musikalische Untermalung, die Wechsel vom gleißenden Tageslicht zur okkulten Nachtstimmung, die vielen Einzelheiten an Bewohnern des Riffs und die dreidimensionale Tiefe wühlen einen im Innern auf.

Trotzdem hatten wir alle so ein Gefühl wie „Rom 312 war besser“. Warum auch immer, war es eine zu hoch gespannte Erwartung oder eine etwas abgestumpfte Schaulust, oder was sonst. Das bleibe dahingestellt. Insgesamt haben wir auf dieser Fahrt viele Ein-sichten gewonnen.

U.P.

 

Pforzheim 2019

 

Pforzheim 2019

 

Pforzheim 2019

 

Pforzheim 2019

 

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Weiter zum Gasometer:

 

Pforzheim 2019

 

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Pforzheim 2019

 

 

Pforzheim 2019

 

Vielleicht kann ich noch schöhere Bilder nachliefern. UP



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