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Radtour durch das Tal des Kocher 23./24. Juni 2018

Wir brachen - fünf Mann hoch – am Samstagmorgen auf. Zur Bahn. Das Metropol-Tages-Ticket  passt für Fünfe ganz prima. Das Ziel hieß zunächst Aalen, denn von dort wollten wir starten.

Bericht über die Radtour 2018 am 23. Juni 2018 entlang des Kocher

Wir brachen - fünf Mann hoch – am Samstagmorgen auf. Zur Bahn. Das Metropol-Tages-Ticket  passt für Fünfe ganz prima. Das Ziel hieß zunächst Aalen, denn von dort wollten wir starten.

Das Wetter war für Radler maßgeschneidert. Sonne mit Wolken, in dieser Frühe, so gegen halb zehn, noch regelrecht frisch. Auf dem Weg nach Hüttlingen wurde es uns bald warm. Der Kocher ringelte  sich noch verschämt als Flüsschen durch Wiesen und munter über Steine rieselnd.

Bis Abtsgmünd begleiteten uns die Zeugen der altwürttembergischen Metallindustrie, die sich munter in die Moderne fortentwickeln konnte. Bruno konnte uns mit berechtigtem Stolz seine ehemalige Lehrstätten zeigen.

Langsam mutierte das Flüsschen zum Fluss. Mal behäbig mit schwingenden Wasserpflanzen, mal mit bewegten Strudeln, aber immer verlockend klar. Die sanften, bewaldeten Hügeln am Rande der weiten Aue scheinen mit zuwandern, ähnlich der Wolken am hohen Himmel. In Gaildorf kehrten wir in den Gasthof-Metzgerei Wieland „Waldhorn“ ein; dort, wo wir vor 11 Jahren schon einmal so gut bewirtet worden waren. So gut wie auch dieses Mal.

Die weitere Strecke Richtung Schwäbisch Hall wurde anspruchsvoller. Wir mussten das Tal des Kocher verlassen und zu der Höhe von Rosengarten hoch strampeln. Die Sonne hatte inzwischen zugelegt, unsere Energie dagegen eher abgenommen. Aber die Mühen wurden belohnt. Von da oben ging es dann den langgezogen Weg hinunter nach Schwäbisch Hall. „Do ka ma’s laufa lau“. Kurz vor dem Ziel bogen wir rechts ab, um die Comburg – Kirche und Klosteranlage - zu besichtigen, begleitet von kreischenden Dohlen, die dort in großer Zahl um die Türme kreisen.

Schwäbisch Hall, die Salzsiederstadt, ist eine eigene Reise wert, wie wir das 2014 beim Jahresausflug schon erfuhren. St. Michael mit der berühmten Treppe, die Kunsthalle(n) Würth, die Altstadt: viel Flair, viel Historie, viel Kunst..Wir bestaunten in der ehemaligen  Johanniterkirche die Sammlung Würth „Alte Meister“ mit der „Schutzmantelmadonna“ von Hans Holbein  d.J., eine millionenschwere Kostbarkeit, und viele andere Tafelbilder.

Nach einer Rast ging es weiter nach Untermünkheim-Enslingen, wo wir im „Landgasthof Krone“ sehr freundlich aufgenommen wurden und abends um die Deutsche Nationalelf zitterten. (WM in Russland – o je!) Wenigstens konnten wir uns an Toni Kroos‘ Siegestor erfreuen.

Am nächsten Tag unterquerten wir die Kochertal-Autobahnbrücke, hoch über uns – 185 m-  und atemberaubend. Gottseidank sieht man das nicht, wenn man dort oben drüber weg rast. Und unten plätschert friedlich der Kocher.

Dann erreichten wir das hübsche Braunsbach, das vor zwei Jahren, ziemlich un-friedlich, nach einem Unwetter von einem Seitenbächlein des Kocher verwüstet worden war; man konnte die Spuren sehen, und auch, wie viel schon repariert worden ist.

Die Schleifen des Kocher weiteten sich nun, wie auch seine Uferseiten. So gelangten wir nach Künzelsau. An jenem Tag „die Stadt des Alexander Gerst“ – Weltraum-Rocker und ISS-Kommandant. An der Rathausfassade leuchten digitale Zahlen, die Stunden und Minuten seines Weilens im All anzeigen. Astro-Alex, der ganze Stolz seiner Heimatstadt.

In dem kleinen Ort Möglingen (zwischen Sindringen und Ohrnstadt) tönte uns von Ferne schmissige Blasmusik entgegen. Hier gab’s ein Feschtle, ganz nach der Sehnsucht von Bernhard: mit Bratwurst vom Grill. Die Musikbegleitung hörte sich richtig gut an. Wurst und Bier taten gut.

Von dort aus  war das Endziel des Tages, der Bahnhof Friedrichshall-Jagstfeld nicht mehr fern. Die letzten Kilometer der Strecke verliefen nun auf dem ehemaligen Gleis der Kochertalbahn, es ging trotz  des lauen Gegenwindes, recht flott. Schon überlegten wir, wo wir nochmal Kaffee trinken können, als mein Hinterrad einen Platten hatte. Trotz vorhandenem Ersatzschlauch, Pumpe und Werkzeug ist das bei einem Tourenrad mit Kettenschaltung ein Geduldsspiel und kostet dem Ungeübten Zeit.

Wir erreichten den Bahnhof rechtzeitig und mussten in Sonnenhitze in der dortigen Ödnis auf den Zug warten. Ein Bild, wie in High Noon. Nur dass wir niemanden erschießen wollten, sondern selbst etwas erschossen waren.

Diese Tour war nicht nur des Wetters wegen sehr schön. Kann man nur empfehlen.

 

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           Radtour 2018 Kochertal

 

                                            Radtour 2018 Kochertal    

 

   Radtour 2018 Kochertal

 

 

                                                                                      Radtour 2018 Kochertal

 

Radtour 2018 Kochertal

 

                                                                                      Radtour 2018 Kochertal

                                                                                                                                                                    Dohlen umsegeln dir Kirche der Cromburg

Radtour 2018 Kochertal

 

                                                                                      Radtour 2018 Kochertal

 

     Radtour 2018 Kochertal

 

Radtour 2018 Kochertal

                                                  Künzelsau:                   Auf der Rathausfront steht die Verweildauer des Astro-Alex in der ISS

 

Radtour 2018 Kochertal

 

                                                                                                            Radtour 2018 Kochertal

                                                                                                                                                                             Wurstessen in Möglingen

  Radtour 2018 Kochertal

 

                                                                                                          Radtour 2018 Kochertal

                                                                                                                                                                   High Noon auf dem Wildwestbahnhof Friedrichshall Jagstfeld

  Radtour 2018 Kochertal

 

                                                                                                        

 

 

 

 



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